Irland All the Best

Ein lückenhafter Reisebericht von "geschätzte K."                                                  >> zurück zur Übersicht

Tach und Tschüss!
Ich glaub, dass „Tschüss“ kam noch, bevor ich überhaupt meinen Ausweis vorgekramt hatte und das Ausrufezeichen suggeriert eigentlich auch viel zu viel Elan. Die Freude, mit der man am Düsseldorfer Flughafen abgefertigt wird, macht einen glatt die verregnete, graue Welt vor der Tür vergessen. Ansonsten gut zu wissen, dass man ein so vertrauenserweckendes Gesicht hat, dass beim Zoll nicht mal so getan wird, als würde man die Identität prüfen. Für den Fall, dass mir morgen Jason Bourne oder seinesgleichen über den Weg läuft und mein Leben auf den Kopf stellt, ist das jedenfalls ein gutes Gefühl. Aber vor mir liegen geplanter weise keine Verfolgungsjagden und Versteckspiele, sondern zwölf Tage pupsige Busrundreise. (Pupsig, weil der Kollege parallel mit Zelten bei Minusgraden in Schweden natürlich die viel coolere Aktion gestartet hat.)

Während ich den ein oder anderen Schnipsel zur Reise schon während der Tour mit Hilfe der kleinen Tastatur auf dem Smartphone verfasst habe, muss die erste Woche hier ein wenig aus dem Gedächtnis gekramt werden. Nicht so einfach, denn da bekommt man ganz schön viel zu sehen.

Foto Dublin, Fotograf: Highländer Reisen


Dublin


Mir nicht ganz unbekannt, aber zu entdecken gibt es sicher immer etwas Neues. Das bis dahin vorhandene Wissen wurde von Freunden, die zeitgleich in der Stadt waren am Anreisetag gleich mal ausgenutzt. Bevor es also zum ersten, z.T. noch recht schüchternen Zusammentreffen mit der Gruppe kam, konnte ich in aller Seelenruhe im Powerscourt Centre in der South William St. einen Kaffee trinken, am Liffey entlangschlendern, mindestens in 20-facher Ausführung den Sonnenuntergang hinter der Samuel Beckett Bridge fotografisch festhalten und das Dubliner Oktoberfest ignorieren.
Tag 2. Erster offizieller Programmpunkt des Stadtrundganges: Jameson Whiskey. Dreifach destilliert! Schmeckt man als vor Ort zertifizierter Whiskey-Tester natürlich jetzt jederzeit heraus. Weitere Stopps: viele. Infos dazu: noch viel mehr. Temple Bar bei Tag ziemlich touristisch, Book of Kells im Trinity College ist sehenswert, aber man drängelt sich schon mit vielen anderen um einen Blick darauf zu erhaschen. Die Longhall für mich interessanter als das eine Buch.


Auf in den Norden oder auch Wetter, Wetter, Wetter

Zwar gab es nicht alle vier Jahreszeiten innerhalb weniger Stunden, aber auf der Wanderung zum Giant’s Causeway zwischenzeitlich immerhin so viel Wind von vorn, dass man das Gefühl hatte, gegen eine unsichtbare Mauer zu laufen. Da hieß es Gänsemarsch und immer schön am dünnen Draht des Zaunes linkerhand festhalten, um nicht die Klippen rechterhand hinuntergeweht zu werden. Abenteuer und Nervenkitzel auf gefühlten 10 Metern in einer halben Stunde. Großartig! Ich glaube, Angst hatte keiner, aber danach jeder mehr Respekt vor dem irischen Wetter. Nach den 10 Metern plötzlich wieder nur ein ganz laues Lüftchen, so dass wir am Endpunkt auch schön sicher über die Basaltsäulen klettern konnten.

Irland Panorama
Giants Causeway

Belfast & Derry/Londonderry

Mir unbekanntes Terrain und damit spannend. Auch bzw. vor allem wegen der politischen Vergangenheit, die auch heute noch an den bemalten Hausfassaden (murals), der Mauer durch die Stadt, den Union Jacks und den farblich passend dazu gestrichenen Bordsteinen zu spüren ist. Fühlt man sich als Tourist trotzdem sicher: Ja. Und wenn man nicht gerade vor einem der murals sondern vor dem Big Fish oder dem Titanic Building in Belfast steht oder im Primrose Café  in Derry einen frisch gebackenen Erdbeer-Scone mit Butter, Marmelade und Sahne genießt, vergisst man schnell, dass es dort nicht immer so friedlich war.

Titanic Museum Belfast, Foto: Archiv Highländer
Murral in Derry, Foto: Archiv Highländer
The Fish Belfast, Foto: Archiv Highländer
Schulkinder vor Parlamentsgebäude in Belfast, Foto: Archiv Highländer
Red Hand of Ulster Graffity in Derry, Foto: Archiv Highländer

Samstag: Halbzeit

Mein einziger Tiefpunkt. Die Wanderungen (hier: Slieve Leagues, Killary Harbour), bei denen ich sonst gut

Blick auf den Killary Habour

abschalten kann, sind wunderschön, aber mir persönlich zu kurz, um mich körperlich auszupowern und die vielen Eindrücke der Städte, die ausführlichen Infos zu den Sehenswürdigkeiten, zu Land & Leuten und zur traditionellen irischen Musik (wir sind schließlich mit Rafael und seiner Flötensammlung unterwegs) ausreichend zu verarbeiten.

An den Abenden bleibt auch wenig Zeit dafür, weil es immer auch einen Pub mit ausgefallenem Interieur oder Live-Musik zu besuchen gibt. Und wenn man die Chance hat, dass dem Tisch ein ganz persönliches Ständchen gesungen wird, dann rückt die Notwendigkeit von Schlaf schnell in den Hintergrund.

Aber es geht weiter. Nach Galway. Auch wieder eine Stadt, aber viel entspannter. Nicht wegen der Zeit, die wir dort zur Verfügung haben, denn die ist knapp, aber das Flair der Stadt ist nach meinem Geschmack. Bunt,und alternativ.

Tag neun oder acht?

Das Zeitgefühl ist gänzlich aufgehoben. Wochentag, Datum, alles egal. Der Vorteil einer Gruppenreise... man folgt dem Guide. Ob Fotostopp, Toilettengang oder Essensversorgung um die Mittagszeit. Wer, wo, was - alles quasi Vorgegeben. Mitdenken nicht verwerflich, aber auch nicht nötig. Man wird zum Schaf in der Herde, trappelt so hinterher und was soll ich sagen, es ist auch mal ganz schön so, auf jeden Fall bequem.
Aber ich hab auch großes Glück. Meine per Zufall ausgeloste Zimmermitbewohnerin konnte ich spätestes ab Tag drei als gute Freundin bezeichnen und auch der Rest der Truppe ist dufte. Unser Tourguide Rafael unterhält uns ganz ausgezeichnet, auch wenn traditionell irische Musik während der Busfahrt mittlerweile nicht mehr bei jedem auf die gleiche Begeisterung trifft wie zu Beginn der Reise.
Die Musik ist aber eigentlich kein Problem, es sei denn die CD springt, wenn der Bus über buckelige Straßen fährt. Technik halt. Hat so ihre Tücken, kann aber auch ganz amüsant werden, wenn das Mikrofon z.B. immer dann ausfällt, wenn der Busfahrer auf die Bremse tritt. Da muss man Prioritäten setzen: Keine Information verpassen oder sicher ins Ziel kommen. Unsere Entscheidung zugunsten der Sicherheit hat jedenfalls etwas von Lückentext früher in der Schule. Und bei der richtigen Antwort gibt‘s Schokolade mit Kartoffelchips vom Guide.

Ach ja, Demokratie im Bus: 7 von 16 ist eindeutige Mehrheit, Gegenfragen überflüssig.

Ring of Kerry, Foto: Archiv Highländer

Ring of Kerry

Mehr Bilderbuch Irland geht wohl kaum. Hügeliges Grün, blaues Meer, verfallene Steincottages, zahnlose, aber gut gelaunte Bauern, Kühe, Schafe, Steinmauern und das Ganze schön in strahlenden Sonnenschein gepackt. Postkartengefühl pur.

Tralee nach Enniskerry

Bustag - irgendwie muss man ja wieder in die Nähe Dublins kommen. Der eigentliche Süden, sprich Cork, wird auf dieser Rundtour leider nicht angefahren und es geht schnurstracks gen Osten. Jeder döst heute so vor sich hin, schaut aus dem Fenster, wo man vor allem viel Grün unten und viel Blau oben sieht oder man verfolgt den in Irland spielenden Film, der zur Unterhaltung eingelegt wurde. Da wir schneller als gedacht beim ersten Toiletten- & Kaffeestopp ankommen und sich der Film nicht anhalten lässt, verpassen wir dummerweise das Ende, was zwar nicht überraschend aber dennoch schön zu sehen gewesen wäre. Das Ende dieses Kulturbeitrages wird jedoch ganz kurz vom Reiseleiter zusammengefasst... naja, an seiner Geschichtenerzählerstimme muss er noch ein wenig arbeiten.

Kultur ohne viele Worte dann in Cashel. Wir lassen die alten Steinmauern der Burg sprechen und genießen mal wieder den strahlenden Sonnenschein. Rückblickend kann man sich fast keine bessere Reisezeit als den Oktober vorstellen. Im Supermarkt noch schnell etwas Verpflegung geholt: Couscous-Salat in meinem Falle. Ich kann keine  Sandwiches und - schwer zu glauben - süße Scones oder Kuchen mehr sehen.  Chips gehen erstaunlicherweise noch immer, Äpfel auch. Ist auch gut so, denn die Vorräte, die sich so angesammelt haben, müssen weg. Macht ja keinen Sinn, das übermorgen mit nach Deutschland zu nehmen. Übermorgen. Auf einmal ist der letzte Reisetag ganz nah. Von Wehmut aber noch keine Spur im Bus, denn es schlafen grad wieder alle... außer unseren zwei Jüngsten, die arbeiten sich unaufhaltsam durch die einzelnen Level ihres Nintendo. Draußen weiterhin unten grün ohne Schafe und oben blau mit Schäfchenwolken, auch nicht überraschend, aber auch immer wieder schön zu sehen.

Tankstelle in Irland

Powerscourt Gardens

Da sich die Gruppe mittags geschlossen gegen den Lehrfilm am Rock of Cashel entschieden hat und wir staufrei über die Autobahn gekommen sind und auch beim letzten Stopp an einer der drei einzigen Autobahntankstellen Irlands (Junction 14) keiner getrödelt hat, kommen wir nach der vielen Fahrerei sogar noch in den Genuss englischer Gartenkultur. Im angrenzenden Souvenir-Bereich gibt es nicht nur Kleeblätter, Guinness-Aufdrucke und Schafe, so dass sich auch die bis dahin Einkaufsfaulen hinreißen lassen. Das Summerhill Hotel wartet mit geräumigen Zimmern und großen Betten auf. Ein Traum. Leider mit verregnetem Erwachen.

Glendalough, Foto: Archiv Highländer
Glendalough, Foto: Archiv Highländer


It can’t rain all the time

Heißt es bei Jane Siberry und so geht’s in Regenkleidung gehüllt optimistisch nach Glendalough. Die große Wanderung entfällt und auch die Überlegung, am Nachmittag nach Bray zu fahren wird, nachdem die Kälte in die Knochen gekrochen ist, nach bewährter Abstimmmethode zu einem Café-Besuch in Enniskerry und genügend Zeit zum Packen, zum Relaxen umgewandelt. Ich freu mich auf den letzten gemeinsamen Abend. Diesmal nicht mit einer lauten Hochzeitsfeier in diesem Hotel wie bei meiner Wicklow-Tour, aber wieder in überaus netter Gesellschaft.

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„Die Wanderreise in die Wicklow Mountains führte in wunderschöne, atemberaubende Natur, an der ich mich nicht satt sehen konnte. Dazu kam noch die sehr sympathische Begleitung durch unsere bunt zusammengewürfelte Gruppe und die Reiseleiterin Julia. Es war meine erste Reise mit Highländer aber bestimmt nicht die letzte.“
Lilli, Wicklow Mountains 2019 (Irland)

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