Reisebericht Schätze des Südens 2017

Reisebericht von Wolfgang Z.

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Zur passenden Reise: Wanderwoche Schätze des Südens


Wanderwoche Schätze des Südens 2017

Tag 1: Anreise – Flug von Frankfurt (Main) nach Dublin:

5:30 Uhr und der Wecker klingelt. Zeit zum Aufstehen, denn um 10:50 Uhr startet der Flieger in Frankfurt (Main) mit dem Ziel Dublin. Kurz werfen wir uns noch etwas Wasser ins Gesicht und starten müde, aber aufgeregt, zum Zug. Unser erster Flug mit einem Flugzeug dieser Größe steht uns bevor und das Kribbeln im Bauch wird immer stärker. Aber am Ende ging es am Flughafen schneller als wir dachten. Bevor wir es richtig realisieren konnten, sitzen wir im Flugzeug und landen auch schon wieder. Es war erst 12:00 Uhr und wir standen schon in Dublin (irische Zeit – in Deutschland standen die Uhren auf 13:00 Uhr).

Der erste Punkt, der uns ins Auge fällt: die Schilder am Flughafen waren zwar wie gewohnt auf Englisch, aber die zweite Sprache ist nicht Deutsch, sondern Irisch. Dank der guten Beschreibung unserer Reiseunterlagen haben wir aber trotzdem schnell den vereinbarten Treffpunkt gefunden. Dort begrüßt uns unser Guide Rafael herzlich und wir können erst einmal durchatmen. Wir sind in Irland! Nachdem unsere Reisegruppe komplett ist (Neun Personen + 1 Guide), geht es auch schon zu unserem Shuttle-Service. Der ortsansässige Fahrer fährt uns quer durch Dublin zu unserem Hotel im Süden der Stadt, wo wir auch um 14:30 Uhr ankommen. Die gewählte Route zeigt uns schon die ersten Seiten der Hauptstadt Irlands und wir können hier und da einen Blick auf das Wattmeer im Osten der Stadt erhaschen.

Nach dem Einchecken gibt es eine kleine Vorstellungsrunde mit der Reisegruppe. Manche sind das erste Mal auf der grünen Insel (wie wir), andere waren schon hier und wollen wieder neue Seiten des Landes entdecken. Daran anschließend haben wir Zeit für uns selbst und wir entschließen uns kurzerhand für einen Ausflug durch 'Stillorgan' (ein kleiner Vorort von Dublin). Zu Fuß erkunden wir den 'Deer Park' und die Ortschaft um unser Hotel. Natürlich wollen wir uns auch eine Tasse Tee in einem Café gönnen und probieren kurzerhand, wie weit wir mit unseren Englischkenntnissen kommen. Etwas holprig konnten wir unsere Bestellung aufgeben und die Bedienung nahm es zum Glück mit Humor.

Alles ist so neu, da hätten wir fast die Zeit vergessen, also geht es schnell zurück ins Hotel. Dort erwartet uns ein 3-Gänge Abendessen in geselliger Runde mit der Reisegruppe. Wir lernen uns besser kennen und merken schon: Die kommende Woche wird einfach nur genial!

Tag 2: Stadtführung Dublin – Powerscourt Gardens – Wicklow Mountains – Carlow

Der Tag beginnt früh, aber wir können einfach nicht mehr schlafen. Neugierig wollen wir vor dem Frühstück eine weitere kleine Erkundungstour um das Hotel starten. Es ist kurz nach 6 Uhr und wir treffen unseren Guide vor dem Hotel. Er ist wohl auch ein Frühaufsteher. Am Horizont sind die ersten Sonnenstrahlen zu sehen und die kühle Morgenluft ist ein perfekter Ersatz für eine Tasse Kaffee.

Nachdem wir den Vorort näher kennen gelernt haben, gibt es erst einmal ein deftiges irisches Frühstück, mit Rührei, Würstchen und Bohnen in Tomatensoße. Für den Tag gestärkt geht es erst einmal in die Innenstadt von Dublin. Unser Busfahrer für den Tag fährt uns zuerst in den Phoenix Park, welchen wir uns ein wenig ansehen können. Anschließend wirft er uns im Stadtteil 'Temple Bar' raus, damit wir den bei Touristen bekannten Teil der Stadt kennen lernen. Sicheren Schrittes führt uns unser Guide durch die "Touristenfalle", zeigt uns dabei verschiedene Sehenswürdigkeiten und erzählt Hintergründe zur Stadt. Egal was man für Fragen hat, Rafael kann sie beantworten. Ohne es zu merken, führt er uns langsam in die ruhigeren Gegenden. Immer weniger Touristen sind zu sehen, dafür immer mehr 'Einheimische'.

Wir sind überrascht, als schon die ersten Stunden vorüber sind und wir wieder zum Bus geführt werden. Unser nächstes Ziel: Die 'Powerscourt House & Gardens' im County Wicklow. Die kurze Fahrt von Dublin zu den Gärten ist ein Erlebnis für sich. Nicht nur der Linksverkehr ist ungewohnt, sondern auch die Tatsache, dass die irischen Straßen deutlich engersind als die in Deutschland. Aber der Busfahrer kennt natürlich die Verhältnisse und lacht, als er unsere Verunsicherung mitbekommt.

Gegen Mittag kommen wir an und sind von der Schönheit des Ortes sprachlos. Verschiedene Gärten sind zusammengefasst, aber jeder Teil ist anders angelegt worden. Neben streng symmetrisch angelegten Flächen erstrecken sich wildwachsende Rhododendren. Rosen blühen an verschieden Stellen und an den unterschiedlichsten Orten verstecken sich Wasserflächen. Die verschiedenen Teile des Gartens faszinieren uns immer mehr und als wir im japanischen Teil ankommen, haben wir uns einfach in diesen Ort verliebt. Leider haben wir gar nicht so viel Zeit, wie wir hier verbringen möchten. Nach einer kleinen Stärkung zum Mittag geht es auch schon weiter. Der Zeitplan für heute ist straff und wir müssen noch ein paar Kilometer zurücklegen. Schließlich wollen wir ja noch nach 'Carlow'.

Also fahren wir wieder auf den irischen Straßen weiter, wobei wir noch einen Abstecher zur Klosteranlage 'Glendalough' machen. Wir unternehmen einen kleinen Spaziergang über den Friedhof der Anlage und Rafael gibt uns ein paar Hintergrundinformationen zu den Klöstern in Irland.

Mittlerweile sind wir von den Eindrücken des Tages erschlagen, obwohl erst früher Nachmittag ist. Zum Glück haben wir eine etwas längere Busfahrt vor uns, bei der wir uns ausruhen können. Wir machen noch einen kleinen Halt in den 'Wicklow Mountains' um die karge Landschaft zu bestaunen. Auch fahren wir durch das kleine Örtchen Hollywood, dass sogar einen kleinen Schriftzug auf einem Hügel besitzt. Als wir im Hotel ankommen, erwartet uns eine kleine Pause mit anschließendem Abendessen mit der Reisegruppe. Bei einem Cider (oder auch zwei) lassen wir diesen fantastischen und eindrucksvollen Tag ausklingen.

Tag 3: Rock of Cashel – Cork City

Heute fällt das Aufstehen etwas schwerer als gestern. Wir sind es einfach nicht gewohnt, so viele Eindrücke an einem Tag zu bekommen. Jedoch hat unsere Neugierde auf die grüne Insel nicht nachgelassen, alsoraus aus den Federn und ab zum Frühstück! Ein deftiges irisches Frühstück gibt auf jeden Fall genug Energie für den Tag.

Wieder packen wir die Koffer und fahren mit dem Bus von Carlow weiter zum 'Rock of Cashel'. Der angeblich vom Teufel ausgespuckte Felsen und die sich darauf befindliche Ruine sehen wir bei der Anfahrt schon von weitem. Zum Glück ergibt sich ein kurzer Fotostop kurz vor Cashel.

In Cashel angekommen begeben wir uns zum Schlafplatz der Feen (Laut Legenden soll der Rock of Cashel der Schlafplatz der Feen sein). Die Ruinen können entweder auf eigene Faust erkundet werden oder man schließt sich einer Führung an. Zum Glück führt unser Guide Rafael kurzerhand selbst eine kleine Informationsrunde durch, der sich auch andere deutschsprachige Touristen anschließen.

Anschließend daran haben wir kurz Zeit für uns und wir können einmal bei einem Sandwich und einer Tasse Tee durchatmen. Aber die Zeit verfliegt schneller als wir es mitbekommen und schon fahren wir wieder weiter: Das Ziel ist Cork.

Die doch längere Fahrt zieht wie ein Traum vorüber. Gespannt sehen wir unentwegt aus dem Fenster, denn die Landschaft verändert sich alle paar Kilometer. Endlich in Cork angekommen, führt Rafael uns durch die verschiedensten Ecken und Winkel dieser Stadt. Da er schon länger hier wohnt, gibt er uns tiefe Einblicke in diese Stadt und ihre Geschichte. Ohne es wirklich zu bemerken, wird es schon Abend und er bringt uns zu unserem Hotel, wo wir glücklich aber erschöpft unser Abendessen genießen. Heute endet der Tag recht früh für uns, denn wir fallen nur noch ins Bett und schlafen ein.

Tag 4: Südküste Irlands – Mizen Head Signal Station – Sheep's Head

Zum Glück sind wir gestern etwas früher ins Bett gegangen, denn so fällt uns das Aufstehen nicht schwer. Nach dem Frühstück führt uns die Busfahrt über die Südküste Irlands bis zur 'Mizen Head Signal Station'. Glücklicherweise haben wir einen kleinen Bus und können so die engen Straßen bis zum Visitor Center entlangfahren. Hier und da machen wir einen kleinen Halt um die Küste zum Atlantik zu genießen und uns die Beine zu vertreten.

Auf dem Weg zu unserem ersten Ziel des Tages, legen wir auch einen Stop beim 'Altar Wedge Tomb' ein, einem restaurierten Denkmal.

Von dort aus geht es dann weiter zur 'MizenHead Signal Station" und dem dort gelegenen Visitor Center -demsüdwestlichsten Punkt von Irland. Hier erfahren wir mehr über die Geschichte dieses Leuchtturms und haben einen traumhaften Blick auf die Steilküste, an der sich die Wellen des Atlantiks brechen.

Am liebsten würden wir hier länger bleiben und den Wind genießen, der uns umspielt. Aber wir sind ja eine Reisegruppe, also geht es wieder weiter durch die kleinen irischen Straßen. Ungefähr zwei Stunden fährt unser Busfahrer uns über kleine Landstraßen bis zum Ort 'Kilcrohane', von wo aus wir eine kleine Wanderung entlang des 'Sheep's Head Walks' unternehmen. Hier, weit weg von Städten oder anderem hektischen Trubels, können wir so richtig entspannen. Wir fühlen uns wohl.

Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage wird dann in Bantry sein, einem kleinen Städtchen im Südwesten Irlands. Zum Abschluss des Tages führt uns Rafael in ein Pub, wo wir bei ein oder zwei Pints gemeinsam den Abend ausklingen lassen.

Tag 5: Ilnacullin – Castletownbere – Ballydonegan

Mittwoch Morgen und unsere Reise durch das wundervolle Land geht weiter, auch wenn man unserer Reisegruppe anmerkt, dass ein Tag Ruhe auch nicht geschadet hätte. Von Bantry aus geht es ein kleines Stück Richtung Nord-Westen, zur Insel 'Garinish Island' oder auch 'Ilnacullin' genannt. Um auf diese Insel zu kommen, müssen wir im Ort 'Glengarriff' eine Fähre nehmen. Unser Fährmann gibt uns dabei die Gelegenheit, die dort ansässigen Seehund-Kolonien zu bestaunen, die sich früh morgens auf den Felsen vor Ilnacullin tummeln. Auf der Insel selbst erwartet uns ein Themenweg durch die dort angelegten Gärten. Zum Ende hin, können wir uns noch vor Ort eine Tasse Tee gönnen und schon geht es weiter zu unserer heutigen Wanderung in Ballydonegan, wobei wir uns unterwegs noch eine Mittagspause in Castletownbere gönnen.

In Ballydonegan angekommen, beginnt unsere heutige etwas längere Wanderung, die den Nachmittag ausfüllen soll. Der Startpunkt ist der Sandstrand 'Ballydonegan Beach', der einen starken Kontrast zu der Landschaft in der Umgebung bietet.

Am Strand sind einige Wagemutige zu sehen, die sich in Neoprenanzügen hinaus in das noch kalte Wasser wagen, aber unsere Reisegruppe ist hier recht alleine. Mit gemütlichen Tempo gehen wir die Atlantikküste entlang und biegen dann wieder landeinwärts ab, damit wir wieder zu unserem Ausgangspunkt kommen. Rafael nutzt noch einmal den Anblick auf die Küste und wir machen eine Pause, bei der wir nicht reden sollen. Nach einigen Minuten haben wir alle zu einer gewissen Ruhe gefunden. Ein Gefühl, welches ich nie vergessen werde. Hier habe ich mich ein weiteres Mal in dieses Land verliebt.

Tag 6: Ring of Kerry – Sheep Dog Demonstration – Muckross House and Garden

Heute haben einige der Reisegruppe einen Durchhänger und leichte gesundheitliche Probleme. Da kommt die anfängliche Busfahrt ganz gelegen, denn der heutige Plan ist: der 'Ring of Kerry'. Während einige vor sich hindösen und wieder Kraft tanken, genießen wir anderen die Busfahrt bis nach Kenmare.Von dort aus beginnen wir, den 'Ring of Kerry' ab zu fahren. Gemütlich schlängelt sich unser Bus die Straße entlang und wir erhaschen immer wieder einen Blick auf den Ozean. Natürlich lässt uns Rafael hin und wieder die Möglichkeit, die Aussicht zu genießen und auch das ein oder andere Bild zu schießen.

Die Zeit und die Kilometer fliegen nur so dahin und wir sind schon in 'Waterville (An Coireán)', wo wir eine kleine Mittagspause einlegen. Anschließend unternehmen wir noch eine kleine Wanderung, an deren Ende wir von unserem Busfahrer wieder eingesammelt werden. Trotz der gesundheitlichen Probleme von einigen der Reisegruppe, haben wir den kleinen Fußmarsch gut überstanden und wir sind froh, dass wir uns die Beine vertreten konnten. Denn unser nächster Punkt der Reise ist: Eine 'Sheep Dog Demonstration'. Dazu müssen wir aber noch ein ordentliches Stück vom 'Ring of Kerry' hinter uns bringen. Mit der traumhaften Umgebung verfliegt aber auch hier wieder die Zeit und wir sind schon auf der Schaffarm und dürfen die Künste der Border Collies bewundern, die geübt Schafherden zusammentreiben. Und passend zur Jahreszeit, gab es vor kurzem Nachwuchs und wir können die Lämmer streicheln.

Mittlerweile ist es schon fortgeschrittener Nachmittag und wir halten kurz beim 'Ladies View', einem Aussichtspunkt, bevor wir weiter nach 'Muckross' reisen, wo wir noch 'Muckross House and Garden' besichtigen.

Nachdem wir heute Abend unser Quartier in 'Killarney' bezogen haben, gehen wir noch gemeinsam ein paar Meter zu einem Pub. Bei Live-Musik und ein paar Pints genießen wir den Abend und lassen den Tag Revue passieren.

Tag 7: Cliffs of Moher – Bunratty Castle & Folks Park

Heute ist einer der ruhigerer Tage der Reise. Von 'Killarney' fahren wir zu den 'Cliffs of Moher', einem sehr beliebten Touristen-Ausflugsziel. Dazu kurven wir mit dem kleinen Bus durch die engen Straßen Irlands und nehmen bei 'Tarbert' noch eine Fähre. Es ist eine schöne Abwechslung, auf dem Deck der Fähre zu stehen und sich den Wind durch die Haare wehenzu lassen. So kurz vor dem Ende der Reise werden alle etwas ruhiger und jeder hängt seinen Gedanken nach.

Zur Mittagszeit sind wir dann bei den Klippen 'Cliffs of Moher' und sind von den Touristenströmen erschlagen. Rafael führte uns die letzten Tage zwar oft in die Nähe von den berühmten Sehenswürdigkeiten, jedoch führte er uns oft "ein paar Meter weiter", damit man wunderbare Ausblicke hatte, aber auch Ruhe hatte. Trotzdem waren die Klippen ein wunderbarer Anblick.

Einer unserer letzten Punkte war der Besuch des 'Bunratty Castle', einer restaurierten Burg mit angrenzendem Park. Wir können es gar nicht glauben, dass die Zeit schon vorüber ist. Zum Abend hin sitzt unsere Reisegruppe gemeinsam an der Hotelbar und wir stoßen alle nochmal auf die fantastische Zeit an.

Tag 8: Rückfahrt nach Dublin – Auf Wiedersehen Irland

Nach dem Frühstück fahren wir wieder nach Dublin, wo uns Rafael zum Flughafen begleitet und darauf achtet, dass jeder auch seinen Flug erwischt. Er darf dann wieder eine neue Reisegruppe durch dieses wundervolle Land führen und für uns heißt es: Mit einem lächelnden Auge die Eindrücke verarbeiten und mit einem weinenden Auge die grüne Insel hinter uns lassen.

 

 

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