Reisebericht Wanderreise Wild Atlantic Way

Wanderreise Wild Atlantic Way 2015 (2)

Reisebericht von Kerstin:

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Zur passenden Reise: Wanderwoche Wild Atlantic Way


Zu meinem „50“. im August 2014 bekam ich ein ganz besonderes Geschenk - eine Wanderreise entlang des „Wild Atlantic Way“. Fast 1 Jahr Vorfreude - für mich eine ganz neue Erfahrung, buchte ich meine Reisen doch sonst eher spontan. Endlich war er da der Tag der Anreise! Uns so ging es am 1. August 2015 los. Der Flieger brachte uns von Berlin pünktlich nach Dublin, wo uns Birgit freundlich in Empfang nahm. Mit „irischen 2 min.Verspätung“ (immerhin mussten 2 Reisegruppen „eingesammelt“ werden),ging es los mit dem Bus Richtung Cork.
18.30 Uhr erreichten wir Cork, wo wir dann in „unseren Bus“ umstiegen. Die letzten 80 km waren landschaftlich sehr schön. So fuhren wir durch meterhohe „Heckenwände“ und alle rätselten, ob wohl eine Schneefräse diese so glatt abschneidet.
20.30 Uhr empfing uns das „Westlodge Hotel“ in Bantry mit gemütlichen Zimmern und einem leckeren 3- Gänge- Menü mit Auswahlmöglichkeiten. Und nach der langen Anreise wirklich verdient – das erste Guinness.

Sonntag: Sheep's Head

Nach einem ausgiebigen, leckeren Frühstück starten wir bei gruseligen Wetteraussichten mit dem Bus, der uns zum Ausgangspunkt unserer Wanderung brachte. Los ging es über Schafweiden (die wirklich grün sind..), bei mäßigem Wind, aber ohne Regen entlang der Küste mit schönen Aussichten. Aber bereits nach einer Stunde wurde der Regen unser Begleiter und der Wind wurde immer stärker, so daß wir leider unsere geplante Strecke durch einen sicheren Umweg ersetzen mußten. Patschnass kamen wir am Cafe „Bernies“ an. Also hieß es erst einmal etwas warmes trinken und etwas trocknen...
Frisch gestärkt ging unsere Wanderung weiter zum Leuchtturm, den wir nun auch noch sehen wollten. Leider wurde der Regen und der Wind so stark, daß wir unsere „Leichtgewichte“ vorsichtshalber in die Mitte nahmen...Aber der kleine, versteckte Leuchtturm war die Mühen wert.
Zurück im Hotel ging es unter die warme Dusche, Sachen zum Trocknen verteilen und schließlich wieder zu einem leckeren Abendessen. Im Anschluß dessen nahmen wir uns Zeit für eine kleine „Vorstellungsrunde“ aller Mitwanderer. Es war schon recht interessant, wie verschieden doch die Zusammensetzung der Gruppe war, vom Wanderneuling über die Wanderomi bis zur bei Regendemotivierten Wanderin..aber die Chemie stimmte.

Montag: Ring of Beara – oder mein Geburtstag:

Wir frühstücken ein letztes Mal in Bantry. Es ist schon schön, wenn 18 Leute am Tisch sitzen und keiner weiß, das man Geburtstag hat... Die Sonne schaut mal kurz durchs Fenster, aber gleich folgt wieder Regen.

Der Bus bring uns nach Ballaghboy, wo sich auch die einzige Seilbahn Irlands befindet, die Inselbewohner und Touristen nach Dursey Island bringt. Aber wir nehmen bei herrlichem Sonnenschein einen anderen Weg auf der Beara – Halbinsel. Doch der nächste Regenschauer lässt
nicht lang auf sich warten. Und wieder läuft eine bunte Schlange von Regencapes durch die herrliche Landschaft. Aber schon die Mittagspause am Strand von Alithes geniessen wir wieder im Sonnenschein. Es wird ein herrlicher Tag entlang der Küste mit wunderschönen Ausblicken,
unzähligen Weidenübergangstreppchen und sehr vielen Fotos.

Der Bus bringt uns am Abend nach Sneem, wo uns das schön gelegene „Sneem Hotel“ empfängt. Am Abend gibt es dann doch noch eine Geburtstagsrunde mit Pralinen...und natürlich ein leckeres 3-Gänge-Menü mit einem Murhys.

Dienstag: Auf dem Kerry Way:

Der Morgen ist nicht besser als die Nacht- Dauerregen. Also wird das Taxi abbestellt und nur eine kleine Runde um Sneem in die Planung aufgenommen. Alle sind doch etwas traurig, ist der „Kerry Way“ doch der berühmteste...
Wir starten, durchqueren das beschauliche Örtchen Sneem und beginnen unsere Wanderung. Erfreut stellen wir fest, daß das Wetter besser wird und so entscheidet sich Birgit, doch unsere geplante Tour zu machen, nur in umgekehrter Richtung. Es wird eine schöne, aber auch anstrengende Wanderung. Da der Boden sehr aufgeweicht ist, wird es abschnittsweise eine „Schlammschlacht“.
Die Mittagspause bei Wind und Regen lässt die Gemütlichkeit etwas zu kurz kommen.

Und wieder warten zahlreiche Weidenübergangstreppchen auf uns und am Ende sind es mehr als 20 km als wir in Caherdaniel ankommen. Die Sonne ist inzwischen rausgekommen und wir geniessen unser wohlverdientes Guinness auf der Bank vor dem Pub.
Am Abend gibt’s wieder ein leckeres Dinner und sehr zu unserer Freude noch irische Live-Musik.

Mittwoch: Dingle Halbinsel:

Der Morgen empfängt uns wiedermal mit strömenden Regen. Man mag gar nicht rausschauen. Aber das Frühstück ist wie immer total lecker mit Rührei, Spiegelei, Würstchen, gebackenen Bohnen, Black – and White Pudding, Schinken, und, und, und. Also gut gestärkt sind wir schon mal..
9.00 Uhr starten wir mit dem Bus bei strömendem Regen. 100 km liegen vor uns. Erster Stop ist Ladys View, auch bei diesem Wetter beeindruckend. Weiter geht es durch den Killarney Nationalpark, wo Dank Sir Guinness Jagdleidenschaft noch sehr viel Wald erhalten blieb.

Nächster Stop ist am Torc Wasserfall, der nach dem Regen der letzten Tage faszinierend viele Wassermassen zu Tal stürzen lies. Selbst unsere Birgit eilte zurück, um Ihre Kamera zu holen. Weiter ging es nach Dingle, wo wir nach einer kurzen Mittagspause frisch gestärkt weiter fuhren.
Eine Stunde Spaziergang an Ventrys Beach war sehr reizvoll.

Unser nächstes Ziel war Slea Head. Bei inzwischen herrlichem Wetter wurde nun individuell der Strand von Coumeenoole und Dunmore Head erkundet und viele tolle Fotos geschossen.

Am Abend wurden die Zimmer im herrlich gelegenen „Skellig Hotel“ bezogen und viele unternahmen noch einen kleinen Spaziergang bei herrlicher Abendsonne in der Bucht. Ein wiedermal sehr leckeres 3- Gänge-Menü mit einem Guinness rundete diesen schönen Tag ab.

Donnerstag: Clifffes of Moher:

Der Morgen empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein. Wir geniessen das recht große, leckere Frühstücksbuffet. Frisch gestärkt geht es 9.00 Uhr los Richtung Tarbert. Ein kurzer Stop in Tralee, wo wir eine freudig, überraschte Birgit sehen, die etwas Reiseproviant erhält. Pünktlich erreichen wir die Fähre, die uns über den Shannon bringt. Mittags erreichen wir dann endlich die Cliffs of Moher bei strahlendem Sonnenschein. Unsere Wanderung beginnt in Mullaghroe. Wir wandern entlang der Klippen in einer bunten Menschenschlange und sind fasziniert von den wechselnden Sichten auf die Klippen.

Unsere Wanderung endet im beschaulichen Doolin. Nach einigem Durcheinander bei der Zimmervergabe findet dann doch jeder ein Schlafplätzchen.

Das Abendessen gibt es heut im urigen Connor's Pub, wo wir mal typisches Essen wie Irish Stew probieren (mmmhhh lecker). Und natürlich gibt es wieder unser verdientes Guinness am Abend.

Freitag: Wanderung in den Burren:

Der Morgen empfängt uns mit Sonnenschein. Nach einem rustikalen Frühstück geht es pünktlich 9.00 Uhr mit dem Bus los. Wir sind heute im County Claire unterwegs und gelangen auf abgelegenen, engen Wegen zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Auf dem Weg dahin lernen wir
den „modernen Viehtrieb“ kennen . Unsere Wanderung führt uns über das beeindruckende Kalksteinplateaus des Burren. Märchenhafte
Ausblicke auf die Galway- Bucht bieten sich auch bei unsrer Mittagsrast. Der Weg führt uns wieder über Teile des Burren Way, mitunter durch dichtes Unterholz und moorastige Boden. Aber irgendwann wurde der Weg wieder breiter und wir konnten unsere Blicke wieder der schönen
Landschaft widmen.
Den schönen Abschluß unserer Wanderung bildete der Besuch des Fanore Beach, wo wir endlich mal mit den füßen im Atlantik waten konnten und die tolle Kulisse genossen. Der Abend klang wieder sehr gemütlich im Connor's Pub aus.

Samstag: Aran-Islands:

Der Tag begann mit einem etwas anderen Frühstück. Die Küchencrew war aufgrund Unterbesetzung und fehlender Lieferung total überfordert. Aber nachdem wir die Organisation selbst in die Hand nahmen, bekamen wir dann doch ausreichend zu essen und erreichten pünktlich das Schiff, welches uns bei stürmischer See nach Inis Mor brachte. Dank guter Vorbereitung (Reisetabletten) erreichten alle wohlbehalten die Insel.
Leider zeigte sich das Wetter nicht von der besten Seite. Trotzdem wanderten wir zu einem Ringfort, dem Dun Aengus, wo die Mutigen einen Blick vom Rand der Klippe wagten.

Nach einer kleinen, sehr informativen Taxifahrt ging es zur Fähre, die uns diesesmal nach Rosaveal brachte. Der Bus wartete schon auf uns und brachte uns nach Leenane. Ein stilvoll eingerichtetes Hotel wartete auf uns. Eine heiße Dusche und ein tolles Abendessen und alle waren wieder „wie neu“ . Nach einer gemütlichen Besprechung für den nächsten Tag, gab es wieder einmal irische Live-Musik.

Sonntag: Killary Harbour:

Der Himmel ist grau in grau, aber das Frühstück ist lecker und zaubert allen gute Laune für den Tag. Ein paar Minuten Busfahrt und wir sind in Rosroe. Wir durchwandern heute den einzigen Fjord Irlands auf einer „Greenroad“ direkt entlang der Küste. Leider haben auch die Midges heute
Wandertag und pieksen ganz gemein. Trotzdem geniessen wir dieses schöne Fleckchen, schauen noch auf einer Schaffarm vorbei und steigen wieder in unseren Bus.

Dieser bringt uns weiter bis nach Westport, einem wunderschönen Städtchen, wo wir unsere Mittagspause verbringen und ein wenig bummeln gehen. Nach etlichen Kilometern auf der Strasse erreichen wir schließlich Achill Islands fahren über besagte Brücke, die sich nur einmal im Jahr
öffnet, damit der Inselstatus erhalten bleibt. Das Wetter ist wieder etwas rau geworden und als wir in Achill Head ankommen, wird es immer
nebliger. Wir wagen trotzdem den Aufstieg und erhaschen ein paar Blicke auf die Steilküste und die Klippen. Der Abstieg erfolgt dann etwas rascher, da es in Strömen regenete. Patschnass freuten wiruns dann über einen trockenen Bus, der uns nach Ballina ins Hotel brachte.

Montag: Wanderung im rauen Mayo:

Ein leckeres Frühstück lässt uns gut in den Tag starten. Heut geht es ins noch einsame Nord Mayo. Wir starten in Carrowtige, wandern entlang der Küste bei leichtem Nieselregen. Aber bereits nach 20 min. zog der Himmel auf und wir sahen die atemberaubenden Klippen im Sonnenschein. Viele schöne Fotos später führte uns unser Weg über schöne Torffelder,bis wir schließlich einen herrlichen Rastplatz an einem kleinen Bach fanden. Mit dem Blick auf Kids Island ging es nach Osten weiter bis zum Children of Lir Monument.

Noch ein paar Buskilometer lagen vor uns, bis wir in Sligo unser heutiges Hotel in Beschlag nahmen. Großes Hotel, leckeres Abendessen und ein Guinness rundeten einen tollen Tag ab.

Dienstag: Slieve Leagues:

Der Tag begrüßt uns mit grauem Himmel. Nach reichhaltigem Frühstück startet um 9.00 Uhr der Bus. Zu aller Überraschung outen sich Anke & Thomas heute als „Silberpaar“ und es gibt eine „Schokorunde“. Mittags kommen wir bei strahlendem Sonneschein an den Slieve Leagues an. Eine traumhafte Kulisse bietet sich uns bereits am Ausgangspunkt. Wir steigen anfangs steil über Stufen Richtung Scregeighter(308m), nehmen den Weg unterhalb des Gipfels und wandern bis zum „The Eagles Nest“ auf 323 m. Weiter geht es steil bergan auf den Crockrawer(435 m), wo wir „unseren Gipfel“ erreicht haben und unsere Rast wohlverdient haben. Der Abstieg erfolgt etwas geruhsamer über den alten Pilgerweg zurück ins Tal. Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir den letzten Ort unser schönen Wanderung Dunafanaghy. Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen und geniessen in netter Runde unser abendliches Guinness.

Mittwoch: Horn Head:

Der vorletzte Morgen und heut erwartet uns eine ganz andere Überraschung. Ein kleines Filmteam möchte uns heute begleiten, um Aufnahmen für die Highländer- Homepage zu machen. Wir finden es eine ganz lustige Sachen und sind alle dafür. Wir wandern heute auf der Halbinsel Horn Head, die noch vor 100 Jahren eine Insel war. Vorbei an einer Ruine eines Signalturmes aus dem 17. Jh., gelangen wir zur beeindruckenden Steilküste mit zahlreichen Felsbögen und Höhlen. Das Wetter bessert sich im Laufe der Wanderung und wir kommen trockenen Fußes wieder in Dunfanaghy an. Meine treuen Wanderschuhe finden ihre letzte Ruhe auf Horn Head. Viele schöne Touren mit Ihnen bleiben in meiner Erinnerung. Ein bunter Blumenstrauß bleibt als Dank bei Ihnen.

Das letzte gemeinsame Essen verläuft harmonisch. Beim netten Zusammensein im Anschluß fassen wir die schöne Tour nochmal zusammen. Ein großes Dankeschön an unsere Birgit, die mit viel Engagement und Liebe uns diese schöne Tour ermöglicht hat und uns ein herrliches Stück Ihrer 2. Heimat gezeigt hat.

Kontakt

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