Reisebericht Silvester in Dublin

Reisebericht von Amrei:

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Zur passenden Reise: Silvester in Dublin


Silvester in Dublin 2017/18

„Zu spät!“ dachte ich, als ich Mitte November endlich zu dem Entschluss kam, eben alleine eine Silvesterreise anzutreten. Freunde und Familie hatte ich nicht überreden können, wegzufahren. Aber alleine zu Hause sitzen und Silvester wie immer feiern? Dazu hatte ich in diesem Jahr wirklich keine Laune. Also fasste ich mir ein Herz und fragte als Alleinreisende ein halbes Doppelzimmer an, um in Dublin Silvester zu feiern. Ich war schon zwei Mal in der Stadt gewesen und wollte unbedingt ein drittes Mal dorthin.

Ich hatte gar nicht wirklich damit gerechnet, dass es so spät noch klappen könnte, aber ich hatte tatsächlich Glück! Ich konnte noch einen Platz ergattern und war wirklich erleichtert.

Fünf Tage in Dublin standen also auf meinem Programm. Die Vorfreude fiel durch die knappe Buchung nur kurz aus, aber dafür war sie umso größer!

Zunächst schien die Reise auch unter diesem zeitlich etwas verfehltem Plan zu stehen, denn am 29.12. kam ich ebenfalls verspätet in Dublin im Hotel an.

Der Flug hatte sich leider um anderthalb Stunden verzögert. Die Busfahrt zum Hotel dann noch einmal, da eine ungewöhnlich schlecht gelaunte Dublinerin ihre Ticketkosten nicht zahlen wollte.

Als ich endlich im Hotel ankam, war die Gruppe verständlicher Weise schon für eine erste kleine Kultur-Tour in der Stadt unterwegs. Also stöberte ich erst einmal allein durch die Stadt nahe des Hotels.

Aber so  zögerlich sollte dann doch alles nicht verlaufen. Andere waren ebenfalls erst zum Abendessen vor Ort, wenn auch im Gegensatz zu mir geplant.

Vollständig waren wir dann zum ersten offiziellen Treffen vor dem Abendessen im Hotel.

Der Reiseleiter hatte dafür gesorgt, dass klar war, dass noch drei Leute fehlten und ich fühlte mich schnell gar nicht mehr als Nachzüglerin. Im Gegenteil.

Das Abendessen in unserem 4-Sterne-Hotel war großartig und wurde ganz in Ruhe zelebriert. Jetzt war genügend Zeit sich mit den anderen Reisenden austauschen zu können und die kommenden Tage zu besprechen.

Die Gruppe war bunt gemischt. Mit mir waren wir vier Alleinreisenden, einige Pärchen und ein Paar Freunde, die gemeinsam reisten. Die mir bis dahin unbekannte Zimmergenossin erwies sich als nett und aufgeschlossen, wie im Grunde alle anderen auch.

Mein kleines Silvesterabenteuer konnte losgehen.

Der 30.12. startete mit einem ebenso fantastischen Frühstück, dass Lust und Kraft für den Tag versprach.

Wir marschierten alle gemeinsam in die Stadt und obwohl ich schon zwei Mal in Dublin gewesen war, konnte der Reiseleiter für mich viel Neues und Spannendes erzählen.

Abgerundet von einem Besuch in der Dublina, dem Museum, das von den ganz frühen Anfängen der Stadt seit den Wickingern erzählt und der Christ Church Cathedral, bekamen wir einen Überblick über die Anfänge der Stadt.

Das Trinity College, die Bank of Ireland und Tempelbar waren nur einige weitere Stationen der Stadttour, die wir schließlich im Wiskeymuseum mit einer kleinen Verkostung beendeten.

Alles, was wir an diesem Tag gesehen und gehört haben machte schnell klar: die Iren sind stolz auf ihre Geschichte und sie pflegen sie liebevoll und enthusiastisch.

Am Abend ging wer wollte in ein junges, irisches Pub, ganz abseits des tourischtischen Treibens.

 

31.12. Das alte Jahr wollten wir mit einer Wanderung über die Halbinsel Howth beenden. Das war eine tolle Vorstellung. Aber es sollte noch viel besser werden.

Denn das Wetter spielte mit und wir wanderten nach einer kurzen Zugfahrt unter Sonnenschein den Küstenpfad entlang und konnten die Natur bewundern, die felsige Küstenlandschaft genießen.

Denn obwohl die Halbinsel direkt vor Dublin liegt, verrät sie mit ihren malerischen Küsten, wie wunderschön das Land ist.  

Nur während der letzten halben Stunde der 4,5 Stunden wurden wir dann doch nass. Was allerdings nicht verhindern konnte, dass ich mir tatsächlich einen leichten Sonnenbrand holte – im Dezember.

Für die, die noch wollten, oder die nicht mitgewandert waren, stand am frühen Abend dann das Dubliner Lichterfest auf dem Programm, bevor wir uns alle gemeinsam  für den Silvesterabend auf den Weg in die Stadt machten.

Den Jahreswechsel begingen wir in einem anderen Hotel, mit Menschen aus bestimmt 15 Ländern, wie sich herausstellte.

Mit wirklich guter, authentischer irischer Livemusik und einer Show mit Riverdanceelementen beendeten wir 2017.

Einigen fehlte vielleicht das mitternächtliche Feuerwerk, das es in Dublin nicht gibt. Ich fand das allerdings sehr entspannt. Es war ein toller Abend mit der Gruppe.

1.1. Ein bisschen später als sonst starteten wir dann frisch ins neue Jahr.

Eigentlich war geplant, das Stadtfest zu besuchen, dass sich an das Lichterfest des vergangenen Abends anschloss, aber die meisten entschieden sich dazu, eine weitere Wanderung zu machen, die unser Reiseleiter kurzerhand organisierte.  

Mit der Bahn fuhren wir diesmal auf die andere Seite des Dubliner Hafens, nach Dalkey.

Auf dem Weg dorthin, an einer Dubliner Station entdeckte ich zufällig mein ganz persönliches Highlight. Dort hat sich nämlich der Künstler Bordalo II an einer Hauswand verewigt. Eine gelungene Neujahrsüberraschung.

Bei der Wanderung hatten wir dann auch wieder Glück mit dem Wetter. Wie am Vortag konnten wir bei Sonnenschein starten.

Und zufällig konnten wir zuerst die Neujahresschwimmer bewundern, die traditioneller Weise am ersten Tag des Jahres in der Irischen See badeten. Der ganze Strand war voller Menschen, die das neue Jahr auf diese Weise willkommen hießen.

Den ganzen Weg der 2,5 Stundenwanderung wurden wir dann von einem Regenbogen begleitet. Irgendwie ein erster, besonderer Gruß im neuen Jahr.

Das letzte Abendessen in Dublin, das ich definitiv sehr vermissen werde, beschlossen wir mit einer kleinen privaten Vorstellung unseres Reiseleiters mit der irischen Flöte.

Die meisten von uns haben die Reise dann gemeinsam in einem Pub bei Bier, Whiskey oder Cidre beschlossen.

Denn am nächsten Morgen (2.1.) hieß es nach dem Frühstück  dann Abschied nehmen.

Ich hatte mir einen späten Flug gewählt und habe die letzten Stunden in Dublin noch einmal mit Kaffee und Einkaufen genossen.

Es waren sehr schöne, gelungene, volle, aber doch individuell zu gestaltende 5 Tage in Dublin. Ich nehme Neues von der irischen Geschichte mit, musikalische Inspirationen, frische irische Luft in meinen Lungen, neue Bekanntschaften,  wunderbare Fotos als Erinnerung und ganz viel Lust wieder zu kommen mit nach Hause.

 

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